SymbolbildBank of England und RBA dürften Zinsen anheben, EZB und BOJ signalisieren Straffung
Die Bank of England soll am Donnerstag ihren Zins auf 4% anheben, Australiens Zentralbank am Dienstag zum fünften Mal erhöhen. Laut Reuters deuten auch EZB und Bank of Japan auf eine Straffung hin.
Der neunköpfige Ausschuss der Bank of England dürfte am Donnerstag, 5. November, den Leitzins von 3,75% auf 4% anheben, nachdem die britische Inflation im September auf 3,5% gestiegen war, berichtet der Guardian. Auch die Financial Times erwartet 4%. Die Märkte preisen bis zu vier Viertelpunkt-Schritte binnen 12 Monaten ein. Die Bank hielt sich seit Beginn des Iran-Kriegs zurück, während Fed, BOJ und EZB dieses Jahr bereits erhöht haben.
Australien vor fünfter Erhöhung
Die Märkte erwarten, dass die RBA ihren Leitzins am Dienstag auf 4,85% anhebt, den höchsten Stand seit 18 Jahren; Brent liegt über 110 Dollar nach rund 72 Dollar Anfang Juli. CBA senkte ihre Wachstumsprognose auf 1% bis Mitte 2027, NAB sieht die Arbeitslosigkeit von 4,7% auf bis zu 5,4% steigen. Der Regierungschef von New South Wales, Chris Minns, warnte, Geschäfte würden schließen und nicht wieder öffnen.
Hypothekendruck in Großbritannien
Laut UK Finance laufen 2027 bei 2,3 Mio. Haushalten Festzinsverträge aus, sie müssen mit höheren Raten rechnen.
EZB und BOJ tendieren zur Straffung
Reuters-Schlagzeilen zufolge hat die BOJ eine Erhöhung im Dezember fest eingeplant, und EZB-Ratsmitglied Kazimir sagt, die EZB müsse die Zinsen erneut anheben, das Ausmaß sei ungewiss.