SymbolbildZugunglück in Spanien: Opferzahl bleibt bei 69, Ermittler nennen Fehlerkette, Umfragen wenden sich gegen Sánchez
Unabhängige Ermittler führen die Zugkollision bei Urda mit 69 Toten auf eine Reihe von Fehlern, Anweisungen und Abläufen zurück. Umfragen zeigen, dass die Katastrophe Ministerpräsident Pedro Sánchez vor der Wahl am 29. November Stimmen kostet.
Der vorläufige Bericht der unabhängigen Unfallermittler von AITAT nennt laut Politika "eine ganze Serie von Fehlern, Anweisungen und Abläufen", während die Regierung auf mögliches menschliches Versagen verweist. Die Financial Times berichtet, ein Ausfall in einem Sicherheitssystem des staatlichen Betreibers Adif habe am Mittwoch, 28. Oktober, einen Fahrdienstleiter unwissentlich einen Zug auf einen stehenden auffahren lassen, auf der Strecke Madrid-Sevilla. Gerichtsmediziner haben 66 der 69 Toten identifiziert, 54 davon Spanier, die Rettungskräfte suchen weiter an der Unglücksstelle. Es ist der zweite tödliche Unfall auf der Strecke nach Adamuz mit 46 Toten.
Umfragen wenden sich gegen die Sozialisten
In einer am Montag veröffentlichten Sigma-Dos-Umfrage fielen die Sozialisten um 1,5 Punkte auf 24,6 Prozent, hinter der Volkspartei mit 31,1 und Vox mit 19,3, berichtet die FT. Breitbart meldet unter Berufung auf eine SocioMétrica-Umfrage für El Español, PP, Vox und UPN-PP kämen auf 203 von 350 Sitzen.
Druck auf den Verkehrsminister
Óscar Puente soll am Dienstag den Untersuchungsbericht dem Kabinett und dann einem Kongressausschuss vorlegen, wo Opposition und Regierungspartner laut Politika unter Berufung auf El País seinen Rücktritt fordern wollen. Sánchez hat versprochen, das Vertrauen in den Hochgeschwindigkeitsverkehr wiederherzustellen, und ein Hilfspaket für die Opfer angekündigt.