SymbolbildÖlpreis fällt auf Zweiwochentief wegen Iran-Gesprächen, Golf-Wachstum und Europas Gaspuffer unter Druck
Rohöl der Sorte Brent fiel am Montag deutlich, nachdem Iran und die USA fortlaufende Kontakte zur Beendigung des Krieges signalisierten. Der Konflikt belastet das Wachstum am Golf und Europas Energiereserven.
Brent fiel am Montag, 2. November, um mehr als 6,5 % auf bis zu 105,55 Dollar, den tiefsten Stand seit dem 16. Oktober, berichtet The Guardian; TASS meldete einen Tagesverlust von 8,55 %. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte laut IRNA, die Konsultationen über Vermittler seien sehr intensiv, und US-Vizepräsident JD Vance sprach von „einer Reihe guter Gespräche mit den Iranern“. Berichte, Irans oberster Führer habe die Regierung zu Verhandlungen ermächtigt, stützten die Märkte zusätzlich. Goldman Sachs hob seine Brent-Prognose für Dezember von 90 auf 105 Dollar an.
Dünne Energiepuffer
ADNOC-Chef Sultan Al Jaber sagte auf der Konferenz Adipec, die Welt brauche mehr Lagerkapazität und Raffinerien näher bei den Verbrauchern. Equinor-Chef Anders Opedal sagte, Europas Gasspeicher seien auf einem 15-Jahres-Tief; TASS nennt einen Füllstand von 74,89 % am 28. Oktober, 14,79 Punkte unter dem Fünfjahresmittel.
Wachstumseinbruch am Golf
Das Wall Street Journal berichtet, Saudi-Arabiens Wirtschaft sei um 3,8 % geschrumpft, weil die Ölförderung sank. Laut Bloomberg stellten Firmen in Riad auf Homeoffice um, nachdem Huthi-Angriffe den Hauptflughafen der Hauptstadt geschlossen hatten.
Andere Meinungen
TASS betont den europäischen Gasmarkt und zitiert Gazprom-Chef Alexei Miller, der bei einem kalten Winter bis zu 2.500 Dollar je 1.000 Kubikmeter erwartet.