SymbolbildEbola-Tote übersteigen 5.300, Sterblichkeit in Kongo über 50 Prozent
Die Africa CDC zählt 5.376 Ebola-Tote, fast alle in Kongo, durch den Bundibugyo-Stamm, für den es weder zugelassenen Impfstoff noch Behandlung gibt. Kongos Gesundheitsinstitut beziffert die Sterblichkeit auf 51,6 Prozent.
Daten der Africa CDC, die am Montag, 2. November, an AFP gingen, nennen 5.376 Tote bei 10.444 Fällen: 5.372 Tote in Kongo und je zwei in Uganda und Kenia. Kongo hatte den Ausbruch am 15. Mai erklärt, TASS nennt ihn den zweittödlichsten in der afrikanischen Geschichte. Kongos nationales Institut für öffentliche Gesundheit meldet 10.414 bestätigte Fälle und eine Sterblichkeit, die von 48,6 Prozent in der Vorwoche gestiegen ist. Es führt den Sprung auf eine rückwirkende Datenkorrektur in der Provinz Ituri zurück, nicht auf einen plötzlichen Anstieg der Todesfälle.
Ausbreitung über Kongo hinaus
Uganda meldete laut Le Monde 20 Fälle, bevor es den Ausbruch im August für beendet erklärte, Kenia verzeichnete im Oktober neun Fälle. Nigeria bestätigte am 20. Oktober einen Fall, eine 42-jährige Schweizerin, die nach Uganda gereist war. Die FAZ ergänzt, infizierte Helfer seien in fünf europäischen Ländern behandelt worden, größere Ausbrüche dort erwartet sie aber nicht.
Einsatz unter Druck
Laut Le Monde fehlen den Einsatzteams in abgelegenen Regionen Mittel, bewaffnete Gruppen behindern die Anreise, und das Misstrauen der Bevölkerung hat mehrere Zwischenfälle ausgelöst. Freiwillige in Kongo erhielten in einer Studie erste Dosen von Ervebo, das nur gegen den Zaire-Stamm nachweislich wirkt. Ab Mittwoch müssen Einreisende in die USA angeben, ob sie sich in den vergangenen drei Wochen in Kongo aufgehalten haben, so die FAZ.