SymbolbildHaftminen treffen Tanker in Hormus, Iran wirft Schiffen unerlaubte Routen vor
Ein kleines Boot hat am Donnerstag Haftminen an einem Tanker in Hormus angebracht, sagen maritime Quellen. Iran erklärt, weitere Tanker seien auf nicht genehmigten Routen auf Minen gelaufen.
Die Louise 1 wurde am Donnerstag, 29. Oktober, nordöstlich des omanischen Khasab von einem kleinen Boot angesteuert; zwei oberhalb der Wasserlinie befestigte Sprengsätze setzten den Maschinenraum in Brand, teilte UKMTO mit. Die Besatzung blieb unversehrt, das Schiff fuhr weiter. Maritime Sicherheitsquellen sprechen vom ersten erfolgreichen Haftminenangriff dort seit Kriegsbeginn im Februar; die FT sieht einen taktischen Wechsel, da Iran nach den US-Zwischenwahlen der kommenden Woche mit möglichen US-Angriffen rechnen muss.
Iran gibt den Schiffen die Schuld
Die IRGC-Marine erklärte am Freitag, Tanker, die ihre Ortung abgeschaltet und Funkwarnungen ignoriert hatten, seien südlich der Meerenge gestoppt worden; zwei mit je über zwei Millionen Barrel Ladung seien auf Minen gelaufen. Der Chef des US-Regionalkommandos Brad Cooper sagte, die Haupttransitrouten seien von Minen geräumt; die USA weisen die iranischen Angaben zurück.
Oman rettet Besatzung
Oman evakuierte am Freitag 25 Besatzungsmitglieder des brennenden, unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffs RITI. Der Schiffsverkehr liegt laut UKMTO etwa 70 Prozent unter dem Vorkriegsniveau.
Ölpest in den Emiraten klingt ab
Die VAE erklären, das Leck der Gem No. 2 sei gestoppt und die Verschmutzung vor Umm al-Quwain deutlich zurückgegangen; einige Strände bleiben gesperrt.
Andere Meinungen
TASS gibt die IRGC-Behauptung wieder, die Tanker seien mit Unterstützung des US-Militärs gefahren, während die FT den Haftminenangriff Iranern zuschreibt; die zitierten IRGC-Erklärungen erwähnen nur Minen.