SymbolbildPentagon behandelt Ausfälle von Gefriergeräten auf Stützpunkten als mutmaßlichen Cyberangriff nach Supermarkt-Sabotage in Frankreich
Reuters berichtet unter Berufung auf Beamte, das Pentagon vermute einen Cyberangriff hinter Störungen von Gefriergeräten auf Militärstützpunkten. Zuvor waren am 11. und 12. Oktober Kühlanlagen französischer Supermärkte sabotiert worden.
Reuters veröffentlichte den Bericht am Donnerstag, 29. Oktober, als Exklusivmeldung. Bota lag nur die Überschrift vor, daher sind die Zahl der Stützpunkte und ein möglicher Täter unbekannt. In Frankreich heizten sich Kühlaggregate in Supermärkten in der Nacht von Sonntag, 11., auf Montag, 12. Oktober, laut Financial Times auf bis zu 50 °C auf, Lebensmittel verdarben, in mehreren Filialen brachen Brände aus. Le Monde beziffert die betroffenen Supermärkte auf über 700. Die FT zählt über 150 Intermarché- und Netto-Filialen, 80 von Coopérative U und etwa 80 von Carrefour, dazu vereinzelte Monoprix- und E-Leclerc-Märkte.
Fernzugriff auf Danfoss-Steuerungen
Die meisten Märkte nutzten laut FT eine zentrale Danfoss-Steuerung, die aus der Ferne erreichbar war. Danfoss hatte eine Produktlinie anderthalb Jahre zuvor als verwundbar eingestuft und Updates bereitgestellt; Cert-FR warnte am Morgen danach vor aktiven Angriffen. Frankreichs ANSSI hat nicht bestätigt, wie die Angreifer eindrangen.
Kosten und Lehren
Der Chef von Intermarché sagt, der Angriff werde zweistellige Millionenbeträge in Euro kosten. In Le Monde argumentiert die Geopolitik-Professorin Frédérick Douzet, identische Software in allen Märkten habe den Schaden vervielfacht; zudem seien manche Geräte veraltet gewesen und hätten keine Sicherheitsupdates mehr erhalten.