SymbolbildStudie führt über 5.200 Tote auf Indonesiens Dunst zurück, Singapur schickt Gesandten
Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie führt mindestens 5.200 Todesfälle in Indonesien auf die diesjährigen Brände und den Dunst zurück. Singapurs Außenminister reiste überraschend nach Jakarta, um die Spannungen zu entschärfen.
Die Forschungsgruppe CREA erklärt, die Todesfälle seien im August und September aufgetreten, am stärksten betroffen seien die Menschen auf Borneo und Sumatra gewesen, das höchste Sterblichkeitsrisiko bestehe in Zentral-Kalimantan, berichtet Nikkei Asia. Laut der Bildunterschrift des Mediums vom 24. Oktober lagen die Feinstaubwerte in Palangkaraya mehr als 20-mal über dem Schwellenwert der Weltgesundheitsorganisation.
Malaysia beziffert die Kosten
Eine Studie im Auftrag des Verbands der malaysischen Hersteller beziffert die Verluste für den Zeitraum vom 1. Juli bis 22. Oktober auf 1,97 Milliarden US-Dollar. Sie schätzt zudem 1.700 vorzeitige Todesfälle in Malaysia (95-Prozent-Intervall: 1.300 bis 2.300), basierend auf statistischen Modellen und nicht auf bestätigten Todesfällen, berichtet die South China Morning Post.
Singapur setzt auf leise Diplomatie
Nach Tagen scharfer Wortwechsel reiste Außenminister Vivian Balakrishnan nach Jakarta, um einen direkten Draht zu Präsident Prabowo Subianto zu suchen, berichtet die South China Morning Post. Dort zitierte Analysten führen den besonnenen Kurs auf die zunehmend nationalistische Rhetorik in Indonesien zurück.
Streit um Bemerkung zu Internetkabeln
Indonesiens Kommunikationsministerin Meutya Hafid mahnte zur Ruhe, nachdem ein früheres nominiertes singapurisches Parlamentsmitglied angedeutet hatte, Singapur könne den Internetzugang Indonesiens stören. Ein Ausfall würde die Konnektivität auf beiden Seiten lahmlegen, argumentierte sie laut South China Morning Post.