SymbolbildUS-Wachstum übertrifft Prognosen, Inflation steigt und erhöht den Druck auf die Fed
Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal mit einer annualisierten Rate von 3,4 Prozent, die Inflation stieg im September auf 3,6 Prozent. Die Märkte erwarten im Dezember eine Zinserhöhung der Fed.
Das Bureau of Economic Analysis meldete am Donnerstag, 29. Oktober, das BIP habe die von Ökonomen erwarteten 3,2 Prozent übertroffen und sich gegenüber 2,2 Prozent im zweiten Quartal beschleunigt. Die Financial Times und Reuters führen den Zuwachs auf den Konsum (plus 3,8 Prozent) und KI-Investitionen zurück; die privaten Anlageinvestitionen stiegen um 9,4 Prozent, so stark wie seit 2020 nicht mehr. Beides glich höhere Spritkosten durch den Iran-Krieg aus.
Inflation und die Fed
Der PCE-Preisindex, das bevorzugte Maß der Fed, stieg im September auf 3,6 Prozent nach 3,4 Prozent, die Kernrate auf 3,1 Prozent. Nachdem die Fed die Zinsen am Mittwoch bei 3,75 bis 4 Prozent belassen hatte, erwarten laut CME-Daten 86 Prozent der Marktteilnehmer noch vor Jahresende eine Anhebung um 0,25 Punkte, berichtet das Handelsblatt.
Zweifel an der Stärke
Importe von Tech-Ausrüstung belasteten die Nettoexporte, und laut Guardian zweifeln manche Ökonomen, ob die KI-Ausgaben ein wahres Bild zeigen. Benzin kostet über 4 Dollar je Gallone, Haushalte sparen weniger, und die Verbraucherstimmung hat sich wenige Tage vor den Zwischenwahlen am Dienstag deutlich verschlechtert.
Bundesschulden
Das Wall Street Journal berichtet, die Bundesschulden hätten 100 Prozent des BIP erreicht.