SymbolbildNordkorea feuert rund zehn ballistische Raketen ab, Grenzstreit verschärft sich
Nordkorea hat am Donnerstag rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert, weniger als eine Woche nach Seouls Angebot für Militärgespräche.
Der südkoreanische Generalstab erklärte, die Raketen seien gegen 12:30 Uhr Ortszeit aus der Region Wonsan an der Ostküste gestartet. Laut Handelsblatt flogen sie rund 250 Kilometer; der letzte ballistische Test war am 12. Oktober. Japans Verteidigungsministerium meldete separat eine mögliche ballistische Rakete, die außerhalb seiner Ausschließlichen Wirtschaftszone niederging, so Kyodo. UN-Beschlüsse untersagen Nordkorea ballistische Starts jeder Reichweite.
Streit um die Landminen
Drei südkoreanische Soldaten wurden am 21. September bei einer Minenexplosion in der entmilitarisierten Zone verletzt. Eine gemeinsame Untersuchung Seouls und der UN ergab, dass der Norden die Minen vor mehr als einem Jahr gelegt hatte. Pjöngjang bestreitet das, und sein UN-Botschafter Kim Song erklärte vor dem Sicherheitsrat, Seoul habe den Vorfall erfunden.
Gesprächsangebot und Manöver
Seoul lud Pjöngjang vergangenen Freitag zu Gesprächen über die Wiederherstellung von Kommunikationskanälen ein; laut Al Jazeera ist unklar, ob der Norden zustimmt. Die Luftwaffen der USA und Südkoreas üben seit Montag mit Tarnkappenjets in Kunsan. Le Monde berichtet, die Spekulationen über ein Treffen von Trump und Kim beim APEC-Gipfel Mitte November in Shenzhen hätten wieder Fahrt aufgenommen.