SymbolbildEuropa gibt 42 Millionen Barrel Öl frei, Ölkonzerne melden Rekordgewinne
Frankreich teilte am Donnerstag mit, dass Europa 42 Millionen Barrel Öl zur kurzfristigen Entlastung freigibt. Brent liegt weiter nahe seinem Höchststand im Iran-Krieg.
Bloomberg berichtet über die französische Ankündigung, während The Economist darauf hinweist, dass Brent trotz stärkerer Exporte aus dem Golf nahe seinem Kriegshöchststand notiert. Das Wall Street Journal meldete, die Preise seien am Donnerstag, 29. Oktober, gefallen, weil Händler die US-iranische Diplomatie abwogen. Die Regierungssprecherin und Energieministerin Maud Bregeon erklärte, Paris erwarte von TotalEnergies, den Vorteil der Barrel-Freigabe an die Verbraucher weiterzugeben und seine Preisdeckelung zu behalten, solange die Krise andauert. Laut Le Monde begrenzt TotalEnergies Diesel an seinen Tankstellen auf 2,25 Euro je Liter, während die Zapfsäulenpreise über 2,35 Euro gestiegen sind.
Konzerne melden Rekordquartale
Shell erzielte für Juli bis September einen bereinigten Gewinn von 10,8 Mrd. Dollar nach 5,432 Mrd. Dollar im Vorjahr und erhöhte sein Quartals-Aktienrückkaufprogramm von 3 auf 5 Mrd. Dollar. TotalEnergies meldete einen Nettogewinn von 8,3 Mrd. Dollar, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, getrieben von Rekord-Raffineriemargen. Greenpeace kritisierte Shells Ergebnis, und laut Le Monde belebten die Zahlen in Frankreich die Forderungen nach einer Übergewinnsteuer.
Katar sichert sich mit US-LNG ab
Reuters berichtet, QatarEnergy kaufe US-amerikanisches und anderes LNG, um sich gegen künftige Störungen in der Straße von Hormus abzusichern. Zudem berichtet Reuters, dass das australische Unternehmen Woodside in einem 20-Jahres-Vertrag LNG aus Louisiana an QatarEnergy liefern wird.