SymbolbildGriechisches Containerschiff nach Marinedrohnenangriff vor Bulgarien gesunken
Das griechische Containerschiff Contship Jet ist am Mittwoch gesunken, nachdem drei Seedrohnen es im westlichen Schwarzen Meer getroffen hatten. Alle 18 Besatzungsmitglieder wurden gerettet.
Das unter liberianischer Flagge fahrende Schiff mit 421 Containern war von Haifa nach Konstanza unterwegs und befand sich laut bulgarischer Regierung in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone, außerhalb der Hoheitsgewässer. Die 14 philippinischen und vier ukrainischen Besatzungsmitglieder wurden nach Warna gebracht. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis forderte bei einer von Griechenland ausgerichteten Debatte des UN-Sicherheitsrats zur maritimen Sicherheit einen globalen maritimen Waffenstillstand und nannte gezielte Angriffe auf zivile Handelsschiffe völlig inakzeptabel.
Urheber weiter unklar
Laut Reuters ist unklar, wer den Angriff verübt hat. Die Risikofirma Ambrey hält die Drohne für wahrscheinlich eine Variante der russischen Murena-300S, der frühere ukrainische Marineoffizier Andriy Ryzhenko sagte dagegen, sie entspreche keinem ihm bekannten ukrainischen Modell. Moskau bestreitet eine Beteiligung an den jüngsten Angriffen, Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radev sagt, einige schienen Russland zu nützen. In diesem Monat wurden vor Bulgarien mindestens sechs Schiffe getroffen, laut Regierungsangaben werden rund zwei Dutzend Seeleute tot befürchtet.
Gefährliche Ladung treibt im Meer
Novinite, zitiert von Politika, berichtet, mehr als 20 Container seien ins Meer gefallen, darunter Lithium-Ionen-Batterien, Säuren und brennbare Flüssigkeiten; die Behörden warnten die Schifffahrt. Eine erste Kontrolle vor Kap Kaliakra zeigte keine sichtbare Verschmutzung, Wasserproben werden analysiert. Unabhängig davon wurden bei Zarewo Trümmer angespült, die vermutlich von einer russischen Geran-Drohne stammen, wie das bulgarische Verteidigungsministerium mitteilte.