SymbolbildWaffenruhe um Oleschky hält, Europa streitet über Putin-Anruf
Eine lokale Waffenruhe um Oleschky hält seit über zwei Tagen, eine Hilfsmission wird vorbereitet. Der Anruf Finnlands und Norwegens bei Putin spaltet die nordischen Staaten.
Russland und Ukraine haben die Kämpfe um das besetzte Oleschky seit Dienstag, dem 27. Oktober, eingestellt; die Waffenruhe soll bis zum späten Sonntag, dem 1. November, gelten. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets sagte am Donnerstag, die Entminung der Hilfsrouten sei abgeschlossen und ein Konvoi bereit, die Ausreise sei bis 14 Uhr möglich. Delegationen aus der Ukraine, Russland und den USA koordinierten die Mission. Putin behauptete, die Ukraine habe die Zufahrten vermint, das russische Verteidigungsministerium erklärt, es habe mit deren Räumung begonnen.
Nordischer Streit über Putin-Anruf
Finnlands Alexander Stubb und Norwegens Jonas Gahr Støre sprachen am Dienstag 90 Minuten mit Putin. Dänemarks Mette Frederiksen sagte, sie sei sehr skeptisch gegenüber der nicht abgestimmten Initiative; Schwedens Ulf Kristersson, der nach eigenen Angaben nicht informiert war, erwartet wenig. Støre sagt, die Partner seien vorab informiert worden.
Kiew bietet Gespräche über Gebiete an
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte Helsingin Sanomat, Selenskyj habe über den Anruf Bereitschaft signalisiert, mit Putin persönlich über Territorium zu sprechen. Die Ukraine forderte zudem eine Waffenruhe.