SymbolbildRund 50.000 Menschen fliehen nach Kenia, während regionale Truppen bei Moyale kämpfen
Bis zu 50.000 Menschen sind aus dem Süden Äthiopiens nach Kenia geflohen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk am Mittwoch mit. Sie fliehen vor Kämpfen zwischen den Streitkräften zweier äthiopischer Regionen.
UNHCR erhöhte seine Schätzung am Mittwoch, dem 28. Oktober, von 36.000 am Vortag und berief sich dabei auf lokale Behörden. Die Zahl sei vorläufig, da die Registrierung andauere und weiterhin neue Grenzübertritte gemeldet würden. Die Kämpfe zwischen den Streitkräften der äthiopischen Regionen Somali und Oromia begannen am 20. Oktober, nachdem in Moyale, einer von beiden Regionen gemeinsam verwalteten Stadt, eine Flagge der Region Somali gehisst worden war. Quellen berichteten AFP am Samstag von mehreren Toten. Viele der Flüchtenden seien Frauen und Kinder, sagte die UNHCR-Vertreterin für Kenia, Fatima Mohammed-Cole; manche kämen bei Verwandten und Gastgemeinden unter, andere in Schulen und Kirchen. UNHCR hat ein Notfallteam nach Moyale entsandt und arbeitet mit der kenianischen Regierung und dem Kenianischen Roten Kreuz zusammen. Die Organisation liefert Haushaltsgüter und Material für Notunterkünfte für knapp 12.000 Menschen und sucht sicherere Unterkünfte abseits der Grenze.