SymbolbildEbola-Ausbruch übersteigt 10.000 Fälle, Africa CDC warnt vor weiterer Ausbreitung
Das Gesundheitsministerium des Kongo meldete am Dienstag 10.060 Ebola-Fälle und 4.887 Tote. Die Africa CDC warnt, das Virus könne ohne bessere Vorbereitung Europa erreichen.
Jean Kaseya, Generaldirektor der Africa CDC, nannte die Ausbreitung beispiellos: Erstmals seien drei afrikanische Regionen betroffen. Er verglich das Risiko mit Covid, als Länder, die keine Gefahr sahen, später zu Hotspots wurden, und forderte alle Kontinente auf, ihre Vorbereitung zu verstärken. Am Mittwoch wollte er die afrikanischen Gesundheitsminister zusammenrufen, um Kontrollen und Tests bei Ein- und Ausreise durchzusetzen. Der Ausbruch des Bundibugyo-Virus, am 15. Mai in Ituri ausgerufen, ist der größte und tödlichste in der Geschichte des Kongo.
Nigeria-Fall wird untersucht
Nigeria bestätigte am 20. Oktober einen importierten Fall in Abuja; die 42-jährige Patientin wurde am 26. Oktober in die Schweiz ausgeflogen. Premium Times beschreibt sie als in Uganda geborene Bewohnerin von Abuja, Daily Sabah als Schweizerin, die nach Uganda gereist war; die Behörden untersuchen weiter, wie sie sich infizierte.
Kein zugelassener Impfstoff oder Therapie
Kaseya erwartet Ergebnisse der Impfstoffstudien in drei bis sechs Monaten. Unbezahlte Löhne für Gesundheitspersonal, Ausrüstungsmangel, Konflikte und Kürzungen der Hilfe behindern laut Guardian die Bekämpfung.