SymbolbildWaffenruhe um Oleschky hält, Trump treibt Gipfel der Staatschefs voran, Europa will mit an den Tisch
Die lokale Waffenruhe um Oleschky wurde am Mittwoch weiter eingehalten, die Evakuierung wird in den nächsten Tagen erwartet. Trump sagt, ein Treffen mit Putin und Selenskyj werde bald angesetzt.
Die Waffenruhe trat am Dienstag, dem 27. Oktober, in Kraft und soll laut Meduza bis zum 1. November dauern. Die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa erklärte, beide Seiten hielten sie ein, und kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, die Evakuierung finde in ein bis zwei Tagen statt; Moskau hoffe auf keine Provokationen. Von Fox News veröffentlichte und von Meduza zitierte Dokumente zeigen, dass ein Flugzeug des russischen Verteidigungsministeriums die Bewohner am 31. Oktober über Anapa nach Gomel in Belarus bringen soll, begleitet von einer ukrainischen Delegation unter Leitung des Ombudsmanns Dmytro Lubinez. Laut Le Monde nannte Selenskyj die Waffenruhe einen enormen Erfolg.
Gipfelplan und Gespräche in Abu Dhabi
Trump sagte Reportern, ein Treffen mit Putin und Selenskyj werde "sehr bald" angesetzt und bringe "viel Fortschritt", ohne Ort oder Datum zu nennen. Selenskyj hofft auf technische Dreiergespräche in Abu Dhabi zwischen dem 6. und 10. November, Meduza nennt Mitte November; ein Termin ist nicht bestätigt. Er will Europa einbeziehen und sagt, Washington unterstütze das nachdrücklich.
Selenskyj zu Garantien für Russland
Selenskyj räumte erstmals ein, dass Russland Sicherheitsgarantien benötige, berichtet die FT. Zuerst müsse der Krieg gelöst werden, die Bedürfnisse der Ukraine hätten Vorrang, und Europa müsse an Garantiegesprächen beteiligt sein.
Nordische Staatschefs telefonieren mit Putin
Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sprachen am Dienstag mit Putin; laut FT-Quellen dauerte das Gespräch rund 90 statt 30 Minuten und drehte sich vor allem um Geschichte. Außenminister Sergej Lawrow sagte, es sei nichts Neues besprochen worden und der Krieg werde sich wahrscheinlich verschärfen, während Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die fehlende Abstimmung in der EU kritisierte.