SymbolbildTote in Woronesch und russische Angriffe, UN stuft Attacken auf Stromnetz als Kriegsverbrechen ein
Ukrainische Raketen und Drohnen töteten in Woronesch zwei Menschen, sagt der russische Gouverneur. Eine UN-Kommission nannte russische Angriffe auf Ukraines Stromnetz Kriegsverbrechen.
Ukrainische Raketen und Drohnen trafen Woronesch in der Nacht zu Montag, dem 26. Oktober, und töteten zwei Männer, 17 Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind, sagte Gouverneur Alexander Gussew. Auf Industrieanlagen und an einem Wohnhaus brachen Brände aus, in einem Zug Anapa-Moskau wurden laut Russischen Eisenbahnen fünf Menschen verletzt. Gussew meldete 113 abgeschossene Drohnen, Meduza nennt 117. Der unabhängige Telegram-Kanal Astra kam zu dem Schluss, dass das Werk Woronescheintezkautschuk getroffen wurde. Das russische Ermittlungskomitee leitete ein Verfahren wegen eines Vorfalls ein, den es als Terroranschlag bezeichnet.
Russische Angriffe auf die Ukraine
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe Umspannwerke in Charkiw und im Gebiet Chmelnyzkyj sowie Hafenanlagen im Gebiet Odessa getroffen, die nach seinen Angaben das Militär unterstützen. Der Gouverneur von Saporischschja meldete vier Verletzte, und Kiews Bürgermeister sagte, in der Nacht zu Dienstag sei die Piwdennyj-Brücke getroffen worden; laut Le Monde starb in der Stadt ein Mensch, zehn wurden verletzt.
UN-Befund zum Energienetz
Die UN-Untersuchungskommission zur Ukraine erklärte vor der Generalversammlung am Montag, Angriffe auf Heizwerke und Stromleitungen seit Herbst 2022 seien Kriegsverbrechen des vorsätzlichen Angriffs auf zivile Objekte. Kommissionsvorsitzender Erik Mose sagte, die Angriffe hätten mit dem nahenden Winter zugenommen.
Andere Meinungen
TASS und Gussew bezeichnen den Angriff auf Woronesch als Terrorismus, und TASS stellt die russischen Schläge als Treffer auf militärische Unterstützungsziele dar. Die hier berücksichtigten TASS-Meldungen vom Montag erwähnen den UN-Befund nicht.