SymbolbildKrankenpfleger im Kongo getötet, Ebola-Fall aus Nigeria evakuiert
Angreifer töteten im Osten des Kongo eine Pflegekraft, die einem Ebola-Alarm nachging, so die WHO. Nigerias erster Fall wurde in die Schweiz ausgeflogen.
Bei dem Angriff am Samstag, 24. Oktober, in Bafwasende in der Provinz Tshopo wurde zudem ein weiterer Gesundheitsarbeiter schwer verletzt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die lokalen Behörden haben sich nicht geäußert. Die Bilanz des Kongo liegt laut dem nationalen Gesundheitsinstitut (TASS) bei 9.876 Fällen und 4.803 Todesfällen, laut WHO (Premium Times) bei 9.964 Fällen und 4.841 Todesfällen mit Stand 24. Oktober.
Muster von Angriffen
Im Vorjahresmonat wurde in Nord-Kivu ein Politiker erschlagen, nachdem er die Gegenmaßnahmen verteidigt hatte, und im Mai zündeten Anwohner Zelte an zwei Gesundheitszentren an, berichtet Al Jazeera.
Nigeria-Fall nach Genf geflogen
Die 42-jährige, in Uganda geborene Ehefrau eines Schweizer Diplomaten, am 20. Oktober in Abuja diagnostiziert, liegt im Universitätsspital Genf; ihr Mann ist in Zürich isoliert. Experten sagten der FT, die Verzögerung sei erheblich: Die Symptome begannen am 7. Oktober, die Diagnose kam neun Tage, nachdem sie medizinische Hilfe gesucht hatte.
Kenia entlässt Kontaktpersonen
Reuters berichtet, Kenia habe seine ersten Kontaktpersonen aus der Quarantäne entlassen. Uganda, das seit Juli keine neuen Fälle meldet, ordnete für Rückkehrer aus dem Kongo 21 Tage Quarantäne an.
Andere Meinungen
Politika berichtet unter Berufung auf die BBC, Jugendliche hätten das Team beschuldigt, Wasserquellen zu verseuchen; Al Jazeera verweist auf Misstrauen wegen des Regierungshandelns und der Korruption.