SymbolbildMacron bietet Bildungszugeständnisse an, Schülervertreter lehnen ab
Die französische Regierung bot am Montag kleinere Klassen, mehr Studienplätze und ein neues Zulassungssystem an. Die Schülervertreter lehnten das Paket ab und planen ab dem 31. Oktober weitere Proteste.
In Marseille sagte Präsident Emmanuel Macron am Montag, 26. Oktober, er habe die Regierung aufgefordert, auf die „legitimen Forderungen“ hinter den wochenlangen Schulprotesten einzugehen. Die Minister kündigten anschließend Klassen mit höchstens 28 Schülern und 15.000 zusätzliche Studienplätze ab nächstem Jahr an; Hochschulminister Philippe Baptiste sagte, die Zulassungsplattform Parcoursup solle im Herbst 2028 ersetzt werden. Die Jerusalem Post nennt zusätzlich 1 Milliarde Euro für Campusse und 4 Milliarden Euro an Krediten für die Schulsanierung.
Schüler bleiben hart
Schülervertreter Louis Letoublon sagte, nicht alle Forderungen seien erfüllt, die Bewegung mache so lange weiter wie nötig. Laut Telesur bezeichneten die Vertreter das Paket als „Krümel“, fordern 10 Milliarden Euro und planen Proteste am 31. Oktober, Blockaden ab dem 2. November und die Teilnahme am Generalstreik am 5. November.
Le Pen eröffnet Wahlkampf
Marine Le Pen eröffnete am Sonntag auf einem Parteitag des Rassemblement National in Orléans ihre Präsidentschaftskandidatur; laut Handelsblatt verspricht sie ein hartes Vorgehen gegen Demonstranten. Eine Umfrage sah sie bei 32 bis 33,5 Prozent, vor Jean-Luc Mélenchon mit 17 Prozent.
Andere Meinungen
Breitbart bezeichnet die Unruhen als „islamo-linke Krawalle“, Telesur stellt die Gespräche als politischen Rückschlag für Macrons Regierung dar.