SymbolbildÖlpreis gibt nach, europäischer Gaspreis erreicht Vierjahreshoch
Brent gab am Montag gegenüber dem Freitagshoch nach, doch europäisches Gas stieg auf den höchsten Preis seit 2022. Die strategischen US-Ölreserven sind auf den niedrigsten Stand seit 1982 gefallen.
Brent hatte am Freitag 117 Dollar pro Barrel erreicht, nach Berichten, die USA und Israel hätten Pläne für neue Angriffe auf Iran nach den US-Zwischenwahlen ausgearbeitet. Am Montag, 26. Oktober, fiel der Preis laut Guardian um rund 2 Prozent auf knapp 115 Dollar. Überschriften des Wall Street Journal führen den Rückgang auf die US-iranische Diplomatie und saudische Angriffe zurück und nennen ihn eine wahrscheinliche technische Korrektur; vorliegend waren nur diese Überschriften.
Gas bei 97 Euro je Megawattstunde
Der niederländische TTF-Monatskontrakt stieg am Montag laut Daily Sabah auf 97,64 Euro, knapp 3 Prozent über Freitag. In diesem Monat legte er um etwa ein Drittel zu, in diesem Jahr hat er sich mehr als verdreifacht. Die LNG-Lieferungen aus dem Golf liegen weiter rund 80 Prozent unter dem Vorjahr, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht praktisch still. Die EU-Speicher sind laut Gas Infrastructure Europe zu 74,6 Prozent gefüllt, der saisonale Schnitt liegt laut Guardian näher bei 80 Prozent; in Deutschland sind es über 61 Prozent, vor einem Jahr rund 75 Prozent.
US-Reserven und Dieselkosten
Laut Reuters sind die Bestände der strategischen US-Ölreserve auf den niedrigsten Stand seit 1982 gefallen. Zudem müssten US-Händler wegen dieselbedingter Zuschläge mit Rekordpreisen für Lieferungen im Weihnachtsgeschäft rechnen (beides nur aus Überschriften bekannt).