SymbolbildIsraelis wählen bei knappem Rennen
Die Israelis wählen am Dienstag zum ersten Mal seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023. Laut Umfragen kommt weder Netanjahus Lager noch Eisenkots Opposition in die Nähe von 61 Sitzen.
Die letzten Umfragen sehen Gadi Eisenkots neue Partei Yaschar mit verbündeten Oppositionsparteien bei 52 bis 54 Sitzen, Netanjahus Likud mit seinen rechten und ultraorthodoxen Partnern bei 48 bis 51, berichtet die FAZ. Donald Trump erneuerte am Sonntagabend auf Truth Social seine Unterstützung: "Vote for Bibi Netanyahu for Prime Minister; we have to finish the job that we started!" Eisenkot hat eine breite Mitte-rechts-Koalition mit Netanjahu ausgeschlossen, daher sind nach den amtlichen Ergebnissen am 4. November langwierige Koalitionsgespräche zu erwarten.
Streit um Iran in den letzten Tagen
N12 berichtete am Sonntag, Netanjahu und Generalstabschef Eyal Zamir seien über eine Operation aneinandergeraten, die eine Konfrontation mit Iran auslösen könnte. Avigdor Liberman von Jisra'el Beitenu forderte am Montag die Generalstaatsanwältin auf, gegen Netanjahu wegen Verrats zu ermitteln. Verteidigungsminister Israel Katz nannte alle solchen Berichte falsch und sagte, Israel habe nicht vorgehabt, Iran vor der Wahl anzugreifen.
Kampf um die Wahlbeteiligung
Die US-Gruppe Aid Coalition schätzt, dass mindestens 67.000 Israelis zum Wählen heimgeflogen sind, berichtet die FT. Das Zentrale Wahlkomitee wies eine Klage des Likud gegen die Aktion ab. Likud-Quellen sagen, Nonprofits finanzierten die Mobilisierung der Opposition, legten aber keine Belege vor.
Polizei in Alarmbereitschaft
Rund 22.000 Beamte sind im Einsatz, bei der letzten Wahl waren es etwa 17.000. Ein hoher Polizeivertreter erwartet die größte Anspannung nach der Veröffentlichung der Nachwahlbefragungen um 22:00 Uhr.