SymbolbildLula gewinnt vierte Amtszeit, Bolsonaro erkennt Niederlage nicht an
Lula hat die Stichwahl in Brasilien am Sonntag mit 51,79 zu 48,21 Prozent gewonnen. Flávio Bolsonaro lehnt das Ergebnis ab und kündigt einen Antrag auf Annullierung an.
Nach der Stichwahl am Sonntag, 25. Oktober, hat Lula einen Rückstand aus dem ersten Wahlgang (Bolsonaro 47, Lula 45 Prozent) gedreht, laut FAZ erstmals seit der Wiedereinführung direkter Wahlen 1989. Bolsonaro beruft sich auf die vom Obersten Richter Cristiano Zanin angeordnete zweistündige Verlängerung der Abstimmung, den er „Lulas Anwalt“ nannte, und legte keine Belege für Manipulation vor. Laut El País hatte Lulas Arbeiterpartei die Verlängerung beantragt, Bolsonaros Liberale Partei schloss sich mit Verweis auf Regen an. Vom Jerusalem Post zitierte Analysten halten eine Annullierung angesichts von mehr als 4 Millionen Stimmen Vorsprung für unwahrscheinlich.
Märkte brechen ein
Der Ibovespa fiel am Montag zur Eröffnung um fast 17 Prozent, der Handel wurde für 30 Minuten ausgesetzt, und der Real verlor 11,02 Prozent auf 5,5956 je Dollar, berichtet Le Monde. Ein Analyst sagte, Bolsonaro sei als marktfreundlicher wahrgenommen worden.
Gratulationen an Lula
Ursula von der Leyen, Mexikos Claudia Sheinbaum, Chiles José Antonio Kast und Chinas Xi Jinping gratulierten Lula. Le Monde vermerkt, dass sich Donald Trump und Argentiniens Javier Milei noch nicht geäußert hatten.