SymbolbildUnruhen wegen Lebenshaltungskosten erreichen Spanien, Proteste in Italien bleiben klein
In Barcelona gab es nach Krawallen Jugendlicher rund 100 Festnahmen, während Italiens Proteste unter starkem Polizeiaufgebot klein blieben.
Vermummte Demonstranten plünderten am Samstagabend, 24. Oktober, in Barcelona rund um die Plaza de Catalunya Geschäfte und legten Brände, nachdem in sozialen Netzwerken zu einer Bewegung „gegen das System“ mit dem Slogan „Institut Indignats“ aufgerufen worden war, der an Frankreichs Schülerproteste anknüpft. Kataloniens Innenministerin Núria Parlon sagte, rund 25 % der Festgenommenen seien Minderjährige gewesen; es seien mehr als 30 Brände gelegt und 14 Geschäfte beschädigt oder geplündert worden. Bürgermeister Jaume Collboni erklärte, Erziehungsberechtigte beteiligter Minderjähriger müssten mit rechtlichen Folgen rechnen.
Italien: kleine Kundgebungen
Laut Le Monde gingen in Rom und Mailand nur einige tausend Menschen weitgehend friedlich auf die Straße, nachdem die Regierung 500 Soldaten nach Mailand geschickt und Bußgelder für Eltern von Minderjährigen verfügt hatte, die Schäden verursachen. Die Polizei meldete neun Festnahmen und 371 kurzzeitige Ingewahrsamnahmen, darunter 110 Minderjährige. Studentenverbände kritisierten die Sicherheitsantwort, die Regierung beschloss Treibstoffhilfen für Lkw-Fahrer und Fischer.
Zusammenstöße in Brüssel
Reuters berichtete von Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei bei Regierungsprotesten in Brüssel.
Andere Meinungen
Breitbart beschreibt die Krawalle in Barcelona als Nachahmung und Plünderung ohne politisches Motiv, Le Monde und Telesur verbinden die Unruhen mit den Lebenshaltungskosten.