SymbolbildSaudische Angriffe und Huthi-Raketen verschärfen den Konflikt im Jemen
Huthi-Medien melden, saudische Angriffe hätten am Samstag in von den Huthi gehaltenen Gebieten 11 bis 17 Menschen getötet. Die Huthi beanspruchen Angriffe auf saudische Flughäfen und Ölanlagen, Riad meldet abgefangene Raketen.
Der Huthi-Sender Al-Masirah berichtete am Samstag, 24. Oktober, von saudischen Angriffen auf ein Haus in Sanaa (mindestens vier Tote) und auf ein Wohngebäude einer Zementfabrik in Hamdan (SCMP: sechs Frauen und ein Kind; Le Monde: acht Tote); Riad hat sich nicht geäußert. Huthi-Sprecher Yahya Saree sagte, die Gruppe habe den King-Khalid-Flughafen in Riad, eine Aramco-Anlage in Yanbu und die Raffinerie Rabigh ins Visier genommen. Die saudisch geführte Koalition erklärte, sie habe Raketen auf Riad, Taif und Yanbu abgefangen, und der saudische Zivilschutz meldete Trümmer zweier auf Mekka und Medina abgefeuerter Raketen in Mekka, Taif, Dschidda und Rabigh. Saree nannte diese Darstellung eine "gewaltige Lüge".
Aden unter Beschuss
Die Huthi sagen, sie hätten das Lager Al-Nasr und einen Marinestützpunkt in Aden getroffen. Die jemenitische Regierung erklärt, drei ballistische Raketen hätten Küstenwachestandorte getroffen; ihr Innenministerium nannte das Hauptquartier der Küstenwache und ein weiteres Gebäude.
Flughafen und Warnungen
Der Flughafen Riad teilte mit, die Flüge würden am Sonntag nach zwei Wochen Sperrung wieder aufgenommen, während die Huthi laut Reuters ihre Warnung vor einer Nutzung erneuerten. Das US-Außenministerium warnte am Freitag vor einer raschen regionalen Eskalation.
Belagerung von Taiz
Hilfsorganisationen zufolge hat die Trinkwasserversorgung im von den Huthi belagerten Taiz mit über einer Million Einwohnern ein kritisches Niveau erreicht; Entsalzungsanlagen haben zu wenig Treibstoff, Lieferwagen kommen kaum in die Stadt.