SymbolbildIWF-Treffen endet mit Warnungen zu Öl, Schulden und Inflation
Die IWF-Jahrestagung in Bangkok ging am Samstag mit Warnungen zu Ende, die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft stehe unter Druck. Laut Bloomberg neigt die EZB zu einer Zinserhöhung im Dezember.
Zum Abschluss der Tagung am Samstag, dem 17. Oktober, sprach IWF-Chefin Kristalina Georgieva von „Optimismus und Sorge“: Optimismus wegen der Widerstandsfähigkeit, der KI und der Dynamik Asiens, Sorge wegen Inflation, Schulden, Kriegen und Klimarisiken. Der World Economic Outlook mit dem Titel „Resilience under strain, urgent choices“ beziffert die Kosten der staatlichen Energiehilfen, seit der Iran-Krieg die Ölpreise in die Höhe trieb, auf 0,5 % des globalen BIP. Der IWF empfiehlt befristete, gezielte Maßnahmen statt pauschaler Subventionen. Er rechnet damit, dass die Schulden der Industrieländer von 108 % des BIP im vergangenen Jahr auf 115 % in fünf Jahren steigen.
Ärmere Länder unter Druck
Georgieva sagte, wegen der höheren globalen Zinsen gäben einkommensschwache Länder nun 8 bis 14 Prozent ihrer Einnahmen für den Schuldendienst aus. Reuters berichtet unter Berufung auf die UNCTAD, die Auslandsschulden der Entwicklungsländer hätten 2025 12,3 Billionen Dollar erreicht, während die OECD-Geber ihre Entwicklungshilfe real um 23 % kürzten.
Zentralbanken und der Ölschock
Bloomberg berichtet, die EZB neige zu einer Erhöhung im Dezember. Reuters berichtet, die Bank of Canada erwarte laut Macklem einen deutlich höheren Inflationsausblick, weil der Ölpreis steigt.