SymbolbildZahl der Ebola-Fälle in Kenia steigt auf sieben, darunter medizinisches Personal
Kenia hat am Samstag vier neue Ebola-Fälle bestätigt, drei davon beim Gesundheitspersonal, insgesamt sind es sieben. Bloomberg berichtet, die Africa CDC erkläre, dass über 700 Millionen Dollar an Ebola-Geldern nicht nachvollziehbar seien.
In einer Mitteilung vom Samstag, 17. Oktober, erklärte das kenianische Gesundheitsministerium, die vier neuen Patienten seien positiv auf den Bundibugyo-Stamm getestet worden. Drei hatten den ersten Patienten des Landes behandelt, der aus dem Kongo über Uganda nach Nairobi gereist und gestorben war. Der vierte ist laut Al Jazeera ein Verwandter, der seit dem 6. Oktober in Quarantäne war. TASS berichtet unter Berufung auf Reuters, alle vier hätten sich bei Symptombeginn in Quarantäne befunden, die zwei früheren Patienten seien stabil. Al Jazeera nennt dies die ersten bekannten Ansteckungen innerhalb Kenias.
Kontakte verfolgt, keine Ausbreitung in der Bevölkerung
Von den 130 Kontakten des ersten Patienten sind 128 (98,5 Prozent) in Quarantäne, über dem Richtwert von 85 Prozent zur Unterbrechung der Übertragung, berichtet Al Jazeera. Das Ministerium sieht keine Hinweise auf eine Ausbreitung in der Bevölkerung und hat laut TASS keine Beschränkungen für Reisen, Handel oder Versammlungen verhängt. Al Jazeera ergänzt, manche Beobachter fragten, wie der Indexpatient die Einreisekontrollen passieren konnte.
Ausbruch im Kongo und fehlende Gelder
Die kongolesische Gesundheitsbehörde zählt seit Mitte Mai 9.348 bestätigte Fälle und 4.510 Tote, berichtet das Handelsblatt; Al Jazeera nennt mehr als 9.000 Fälle und 4.300 Tote. Die Africa CDC spricht vom am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte, und für den Bundibugyo-Stamm gibt es noch keinen Impfstoff.