SymbolbildKenia bestätigt zweiten Ebola-Fall, Gesundheitspersonal im Kongo streikt
Kenia hat am Mittwoch einen zweiten Ebola-Fall bestätigt, einen Verwandten des ersten Patienten. Im Kongo, wo die bestätigten Fälle die Marke von 9.000 überschritten haben, rief die Gewerkschaft des Gesundheitswesens zu einem landesweiten Streik auf.
Das kenianische Gesundheitsministerium erklärt, beide Fälle seien miteinander verbunden, Hinweise auf eine breitere Ausbreitung gebe es nicht. Der erste Patient, der im Kongo gelebt hatte und über Uganda nach Nairobi gereist war, starb am 5. Oktober im Krankenhaus; 113 von 128 bekannten Kontaktpersonen sind ermittelt, 108 befinden sich in Quarantäne. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, der zweite Patient sei bereits in Quarantäne gewesen, was zeige, dass die Kontaktnachverfolgung funktioniere.
Gesundheitspersonal streikt
Die Gesundheitsgewerkschaft im Kongo rief wegen Gehalt, Arbeitsbedingungen und Gefahrenzulagen zu einem landesweiten Streik auf; die Regierung sei in den Verhandlungen nicht entgegengekommen. Koordinator Damien Muhindo zufolge bleibt in den Behandlungszentren nur eine Mindestversorgung, und Diagnose, Kontaktnachverfolgung und Impfstoffstudien werden leiden.
Bilanz und Kinder
Das kongolesische Ministerium zählte bis Dienstag 9.066 bestätigte Fälle und 4.381 Tote; das Handelsblatt nennt 9.144 und 4.410. Ärzte ohne Grenzen berichtet, fast jeder vierte bestätigte Fall in Nord-Kivu sei ein Kind, und in Butembo seien zwischen Juni und September 24 von 30 behandelten Kindern gestorben.