SymbolbildRussland startet Rekord-Drohnenschwarm, US-Energiewaffenruhe scheitert
Russland griff die Ukraine in der Nacht zu Donnerstag mit einem Rekord-Drohnenschwarm an und tötete drei Menschen in der Region Kirowohrad. Kiew nahm die Angriffe auf Raffinerien wieder auf und beendete damit die von den USA ausgerufene Energiewaffenruhe.
Selenskyj zufolge setzte Russland mehr als 850 Shahed-Drohnen ein, über 360 davon gegen Kirowohrad. Der ukrainische Katastrophenschutz erklärte, der Angriff dort habe über 10 Stunden gedauert und sechs Menschen verletzt. Gouverneur Andrij Rajkowytsch sagte, Russland habe gezielt Infrastruktur, Transportfirmen, Logistikzentren und Wohnhäuser getroffen. Le Monde zählt unter Berufung auf lokale Behörden mindestens fünf Tote in mehreren Regionen.
Angriffe auf Raffinerien wieder aufgenommen
Selenskyj sagte der Financial Times, die Sperre für Raffinerieangriffe sei aufgehoben. Moskau warf der Ukraine einen Angriff auf eine Raffinerie in Rjasan vor; regionale Behörden nannten 69 Drohnen und vier Flamingo-Raketen, Moskau machte Drohnentrümmer für den Brand verantwortlich.
Neue Basis für Jet-Drohnen
Satellitenbilder von Reuters, von Meduza wiedergegeben, zeigen in Russlands Region Rostow eine Basis, die am 31. August noch ein leeres Feld war und nun die Fläche von 126 Fußballfeldern einnimmt. Mike Monnik von DroneSec zufolge könnte sie binnen Wochen etwa 100 strahlgetriebene Drohnen pro Tag starten.
Tanker an der Donau getroffen
Rumäniens Präsident Nicușor Dan sagte, zwei russische Drohnen seien in den rumänischen Luftraum eingedrungen und hätten an der Donaumündung zwei Chemikalientanker in Brand gesetzt. Mindestens sieben Seeleute werden vermisst.
Andere Meinungen
Russlands Verteidigungsministerium meldet laut TASS Treffer auf den Hafen Ismajil und zwei Frachter mit Militärgütern. Rumänien bezeichnet die von ihm genannten Schiffe als neutrale Handelsschiffe.