SymbolbildUkraine nimmt Raffinerie-Angriffe nach Pause unter US-Energiewaffenruhe wieder auf
Selenskyj kündigte an, die Ukraine werde russische Raffinerien wieder angreifen; am Donnerstag setzten Drohnen die Raffinerie in Rjasan in Brand. Moskau wirft Kiew vor, die US-Friedensbemühungen zu untergraben.
In einem am Donnerstag, 15. Oktober, veröffentlichten Interview der Financial Times sagte Wolodymyr Selenskyj: „Die Blockade ist aufgehoben. Wir sind damit durch.“ Die Ukraine hatte ihre Angriffe auf Raffinerien zwei Tage (Handelsblatt) bzw. drei Tage (Meduza) ausgesetzt, nachdem Donald Trump am Sonntag, 11. Oktober, eine Energie-Waffenruhe angekündigt hatte; Russland griff weiter ukrainische Energieanlagen an. Der Gouverneur von Rjasan, Pawel Malkow, erklärte, ein ukrainischer Drohnenangriff habe die Raffinerie in Brand gesetzt, und meldete keine Verletzten. Laut Malkows Beitrag blieben in Teilen der Stadt 14 Schulen und 25 Kindergärten geschlossen.
US-Druck und Starlink
Selenskyj zufolge drohten US-Militärs, Geheimdienstdaten zurückzuhalten, falls die Angriffe nicht aufhörten; während der Pause habe Kiew keine US-Warnungen vor russischen ballistischen Raketen erhalten. Die Drosselung von Starlink wies er als Panne zurück („Es war kein technisches Problem, es war Wille“), während Elon Musk schrieb, die US-Regierung kontrolliere die Geschwindigkeit von Starshield. Energieangriffe würde Selenskyj nur gegen mehr Patriot-Abfangraketen einstellen.
Angriff auf Flugplatz
Der ukrainische Generalstab erklärte, bei einem nächtlichen Angriff auf den Flugplatz Borissoglebsk in der Region Woronesch sechs russische Su-34M beschädigt zu haben.
Reaktion des Kremls
Laut Reuters wirft der Kreml der Ukraine vor, den Geist der US-Friedensbemühungen zu missachten. Ebenfalls laut Reuters, unter Berufung auf Interfax, bezeichnete Putin die Schäden durch die Raffinerie-Angriffe als gering.