SymbolbildHurrikan Isaias erreicht die Golfküste, Öl- und Gasförderung im Golf wird gestoppt
Hurrikan Isaias, am Freitag ein Sturm der Kategorie 3, ist laut FT in der Nacht an der Küste des Florida Panhandle auf Land getroffen. Mehrere Bundesstaaten riefen den Notstand aus, die Förderer im Golf stellten die Produktion ein.
Der Nationale Wetterdienst sagte eine lebensgefährliche Sturmflut von bis zu etwa 2,1 Metern, bis zu 380 Millimeter Regen und nächtliche Tornados voraus und gab eine seltene Warnung vor extremen Winden für den westlichen Panhandle aus. Alabamas Gouverneurin rief den Notstand für 40 Countys aus, Floridas Gouverneur für 27, mehrere Kommunen im Süden Mississippis folgten, und Florida erwartet 5.000 Nationalgardisten. Die Berichte zur Stärke weichen ab: Die FT meldet, Isaias sei gegen 21.30 Uhr nahe Destin mit anhaltenden Winden von 105 mph auf Land getroffen, der Guardian nannte ihn früher am Freitag einen Sturm der Kategorie 2 mit 110 mph, nach 120 mph am Vormittag.
Förderung auf See gestoppt
Die US-Behörde Marine Minerals Administration teilte mit, die Arbeiter seien von 121 der 371 bemannten Plattformen abgezogen worden, was schätzungsweise 15 Prozent der US-Rohölförderung stoppt; die FT nennt zudem mehr als die Hälfte der Offshore-Produktion als pausiert. Chevron evakuierte Plattformen, und laut WSJ drosselte BP die Förderung auf zweien. Experten erwarten kaum Preiseffekte, sofern Stromausfälle nicht die Raffinerien treffen.
Späte Saison unter El Niño
Isaias ist der erste atlantische Hurrikan des Jahres 2026 und der späteste erste seit 1905. Guardian und FT weisen darauf hin, dass ein starkes El Niño die Sturmbildung im Atlantik unterdrückt.