SymbolbildEbola-Fälle im Kongo übersteigen 8.700, Kenia verschärft nach erstem Todesfall die Grenzkontrollen
Die WHO zählt in der DR Kongo 8.728 bestätigte Ebola-Fälle und 4.205 Tote. Kenia verschärft nach seinem ersten Todesfall die Grenzkontrollen.
Der jüngste WHO-Lagebericht (Daten bis 6. Oktober) verzeichnet seit dem 25. September 775 neue bestätigte Fälle und 379 Todesfälle, die Sterblichkeitsrate liegt bei 48,2 Prozent. Das Virus erreichte die Gesundheitszone Alimbongo in Nordkivu und betrifft nun 64 Gesundheitszonen in sieben östlichen Provinzen. Die WHO bezeichnet die Übertragung landesweit als intensiv, aber ungleich verteilt, und sagt, die vielen Todesfälle außerhalb von Gesundheitseinrichtungen deuteten auf verspätete Erkennung und Behandlung hin.
Kenias erster Fall
Kenias Behörden meldeten am Dienstag, 6. Oktober, den ersten Fall des Landes: ein kenianischer Staatsbürger, der den Kongo besucht hatte und im Krankenhaus starb. Laut Handelsblatt hat Kenia seither die Grenzkontrollen verschärft.
Warnungen aus dem Einsatzgebiet
Laut Telesur sagt Ärzte ohne Grenzen, der Ausbruch in Nordkivu sei außer Kontrolle, und die WHO warnte, der Ausbruch des Bundibugyo-Stamms könne die Epidemie in Westafrika 2014 bis 2016 mit mehr als 11.000 Toten übertreffen.
Zusagen und Fragen
Le Monde berichtet, Geber hätten seit Mitte Mai fast 3 Milliarden Dollar zugesagt, darunter weitere 267 Millionen Dollar der USA (am 23. September angekündigt) und 7 Millionen Euro Frankreichs (6. Oktober). Die Zeitung fragt, wo das Geld geblieben ist.