SymbolbildAnleihen-Ausverkauf hält an: Pimco warnt vor 6 Prozent Rendite bei US-Staatsanleihen
Pimco warnt, dass die Rendite zehnjähriger US-Anleihen auf 6 Prozent steigen könnte, während Frankreich in den Mittelpunkt der Schuldensorgen im Euroraum rückt. Laut Wall Street Journal drehten die globalen Renditen am Freitag nach unten.
Dan Ivascyn, Chief Investment Officer von Pimco, sagte der FT, ein Anstieg von derzeit 5,29 auf 6 Prozent, ein Niveau, das zuletzt vor 26 Jahren erreicht wurde, sei „machbar“. Hedgefonds und andere gehebelte Investoren müssten nach wochenlangen Verkäufen im 32 Billionen Dollar schweren Markt ihre verlustreichen Anleihewetten auflösen. Steigen die Renditen auf 5,5 Prozent oder mehr, erwartet er „spürbare Schwäche“ bei Krediten und Aktien. Am Donnerstag, 8. Oktober, zeigten Daten, dass der 30-jährige US-Hypothekenzins im Schnitt bei 7,4 Prozent lag, dem höchsten Stand seit 2023, und die Renditen der am schlechtesten bewerteten Unternehmensanleihen erreichten 17 Prozent, den höchsten Wert seit Mai 2020. Ivascyn fügt hinzu, hohe Renditen zögen Anleger irgendwann in Staatsanleihen, was den Anstieg begrenzen würde; die Auktionen dieser Woche stießen auf robuste Nachfrage.
Frankreich unter Beobachtung
Bloomberg berichtet, das Anleiherisiko Frankreichs übertreffe das Italiens so stark wie noch nie seit Einführung des Euro. Die FT argumentiert, die EZB bleibe an der Seitenlinie, müsse aber dennoch Notfallpläne für Krisenmaßnahmen vorbereiten.