SymbolbildPanama zählt Schäden nach Erdbeben der Stärke 7,7, Kanal unbeeinträchtigt
Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat am Freitag den Süden Panamas erschüttert und Häuser, Straßen und Gebäude beschädigt. Die Behörden meldeten bislang keine Todesopfer.
Der US Geological Survey verortete das Beben vom Freitag, 9. Oktober, in 12,6 km Tiefe in einer dünn besiedelten Gegend etwa 200 km von Panama-Stadt entfernt. Präsident José Raúl Mulino sprach von einer "großen Katastrophe" und sagte, einige Straßen seien "völlig eingestürzt". Der Chef des Notfallzentrums, René Garcia, sagte der AFP, in Veraguas seien zwei Menschen in eingestürzten Gebäuden verletzt worden, Tote seien bislang nicht gemeldet. Der USGS schätzte die wirtschaftlichen Schäden auf 1 bis 10 % des BIP, die US-Tsunamiwarnungen wurden später aufgehoben.
Nachbeben und Einschränkungen
Die Jerusalem Post und der Guardian zählten mehr als 40 Nachbeben, Le Monde über hundert, und Folha berichtet von einem Beben der Stärke 6,6 etwa zweieinhalb Stunden nach dem Hauptbeben. Naturgy meldete Stromausfälle in sechs Provinzen, Schulen blieben geschlossen und zwei Metrolinien ruhten, während Kanal, Cobre-Panamá-Mine und nach einer Unterbrechung auch der Flughafen Tocumen normal arbeiteten.
Andere Meinungen
Panamas geowissenschaftliches Institut stufte das Beben mit 7,2 ein (Telesur, The National), der USGS mit 7,7; Daily Sabah nannte unter Berufung auf AP 7,6.