SymbolbildUSA ziehen alle Bomber aus RAF Fairford ab, aus Sorge vor Anschlag mit Iran-Bezug
Das Pentagon bestätigte am Sonntag, dass alle US-Bomber die RAF Fairford in England verlassen haben. US-Beamte nennen Drohungen eines vom Iran unterstützten Anschlags auf die Basis.
Das Pentagon erklärte am Sonntag, dem 4. Oktober, alle in Fairford stationierten US-Bomber seien wieder an ihren Heimatstützpunkten in den USA; aus Gründen der operativen Sicherheit habe man dies nicht früher bestätigen können. Dort waren zwölf B-1B stationiert, und laut Guardian flogen am Sonntag mindestens zehn ab, einige davon erst seit weniger als einer Woche vor Ort. Die New York Times, zitiert vom Handelsblatt, beruft sich auf zwei US-Beamte, die von Informationen über einen vom Iran unterstützten Anschlag sprechen. Einer von ihnen sagte, diese gehörten zu den Warnungen von vor drei Wochen, seien aber in den letzten 24 Stunden konkret geworden. Das Pentagon betont, seine globale Schlagfähigkeit von US-Territorium aus bleibe unberührt; das britische Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.
Festnahmen nahe der Basis
Die britische Polizei nahm fünf britische Staatsbürger aus London im Alter von 23 bis 25 Jahren wegen Terror- und Sprengstoffverdachts fest, nachdem eine Landwirtin maskierte Männer und drei weiße Transporter in Richtung des Flugplatzes gemeldet hatte. Ein sechster Verdächtiger mit britischer und iranischer Staatsbürgerschaft wurde später in London festgenommen. Alle sind auf Kaution frei, die Ermittlungen dauern an.
Iran weist Vorwurf zurück
Premierminister Andy Burnham sprach von „starken Anzeichen“ für eine iranische Beteiligung, US-Außenminister Marco Rubio verwies auf die „Hände eines ausländischen Akteurs“. Teheran nannte die Vorwürfe unbegründet und bestellte den britischen Botschafter ein. Das Wall Street Journal beruft sich laut Jerusalem Post auf einen hohen US-Beamten, wonach eine Person mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden die britischen Verdächtigen angeworben habe.
Andere Meinungen
Der Guardian schreibt, britische Behörden hätten den Vorfall mit Teheran in Verbindung gebracht. Die Jerusalem Post merkt an, die Polizei habe Iran als Urheber nicht öffentlich bestätigt, und einige britische Beamte zweifelten an der Raffinesse des Plans.