SymbolbildPerowskit-Anlage aus China übertrifft Silizium im dreimonatigen Feldtest
Ein von China geführtes Team gibt an, seine Perowskit-Anlage mit einem Megawatt habe am selben Standort mehr Strom erzeugt als eine Silizium-Anlage. Die Ergebnisse erschienen am vergangenen Mittwoch im Fachblatt Nature.
Die Forscher installierten das Perowskit-System neben einer Silizium-Anlage mit 3,5 Megawatt in demselben Solarpark und beobachteten beide drei Monate lang, wie die South China Morning Post am Sonntag berichtete. Bezogen auf die installierte Leistung lag der Ertrag des Perowskit-Systems durchgehend höher: im März um 3,42 Prozent, im April um 3,79 Prozent und im Mai um 5,81 Prozent, wobei der Abstand mit steigenden Temperaturen und stärkerer Sonneneinstrahlung wuchs. Das Team wertet das Ergebnis als letzte große Hürde auf dem Weg zur Kommerzialisierung von Perowskit, der wichtigsten Alternative zu herkömmlichen Siliziumzellen, und zur industriellen Fertigung von Modulen der nächsten Generation.
Rekord für ein tischgroßes Modul
Neben dem Feldversuch berichtet die Gruppe von einem Modul etwa in der Größe eines Esstischs, das 22 Prozent Wirkungsgrad und 158,4 Watt Leistung erreichte und dabei Hitze, Feuchtigkeit und Temperaturextreme aushielt, wie sie für den kommerziellen Einsatz verlangt werden. Die SCMP nennt das einen Rekord in dieser Größenordnung und beschreibt das Herstellungsverfahren des Teams als robust und industrietauglich.