SymbolbildSeoul schlägt Gespräche über ein Ende des Koreakriegs vor, Nordkorea lehnt Manöver ab
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat am Samstag Gespräche vorgeschlagen, um den Waffenstillstand von 1953 durch eine dauerhafte Friedensordnung zu ersetzen. Nordkorea antwortete mit Kritik an den bevorstehenden US-südkoreanischen Manövern und kündigte eine stärkere nukleare Abschreckung an.
Lee machte das Angebot in seiner Rede bei der Feier am 15. August zum Jahrestag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft und forderte beide Seiten auf, „die Absicht abzulegen, einander zu bedrohen“, und als unmittelbar beteiligte Parteien Gespräche aufzunehmen. Solche Gespräche könnten nach seinen Worten auch Maßnahmen umfassen, die den Ausbau der nordkoreanischen Nuklearfähigkeiten stoppen, während Seoul anhaltende Schritte zur Entspannung unternimmt. Der Norden hat seine früheren Annäherungsversuche zurückgewiesen.
Ulchi Freedom Shield beginnt am Montag
Die Übungen Ulchi Freedom Shield laufen vom 17. bis 27. August und trainieren die Abwehr von Drohnen, GPS-Störungen und Cyberangriffen. Ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums bezeichnete die vertiefte Zusammenarbeit der USA, Südkoreas und Japans laut KCNA als „nukleares Bündnis“.
Kim hält die Linie nach Moskau
Reuters berichtete am Sonntag, Kim Jong Un und Wladimir Putin hätten am koreanischen Befreiungstag ihre Beziehungen bekräftigt. Lees Vorstoß fällt in eine Zeit, in der der Norden sein Verhältnis zu Russland vertieft und einen „unumkehrbaren“ Nuklearstatus beansprucht.
Andere Meinungen
Telesur, staatsnah aus Venezuela, rückt die Beschwerden Pjöngjangs und KCNA-Warnungen vor der US-Nuklearstrategie in den Vordergrund, während AFP, veröffentlicht in der South China Morning Post, den Nuklearstatus des Nordens betont.