SymbolbildRhein auf Rekordtief bei Kaub, Ungarn versenkt Schuten für Reaktorkühlung
Der Rheinpegel bei Kaub fiel in der Nacht zum Samstag auf sechs Zentimeter, den niedrigsten dort je gemessenen Wert, und legt den Güterverkehr weitgehend still. Ungarn versenkt zwei Schuten, um die Donau am Kühlwassereinlauf seines Kernkraftwerks anzuheben.
Der deutsche Binnenschifffahrtsverband hatte erklärt, bei einstelligen Pegelwerten sei kein Verkehr mehr möglich; das Handelsblatt beschreibt den Fluss als zweigeteilt in einen Abschnitt oberhalb und einen unterhalb von Kaub. Der bisherige Tiefstwert dort lag laut TASS bei 25 Zentimetern im Oktober 2018. Reuters berichtet, dass Fracht auf Straße und Schiene ausweicht; TASS zitiert Fachleute, wonach Deutschland im dritten Quartal 0,1 bis 0,2 Prozent seiner Wirtschaftsleistung verlieren könnte. Ein Frankfurter Schiffseigner liegt mit seinem 2400-Tonnen-Frachter seit Anfang August fest, bei Fixkosten von rund 60.000 Euro im Monat, berichtet die FAZ.
Donau so niedrig wie seit einem Jahrhundert nicht
Reuters und Bloomberg melden den ungarischen Schritt nur in Schlagzeilen. Serbiens Innenminister sagte, die Donau führe so wenig Wasser wie seit 100 bis 150 Jahren nicht, das fehle bei der Brandbekämpfung; 32 Feuer seien eingedämmt, berichtet TASS.
Mehr Geld für britische Höfe
Reuters berichtet, Premierminister Burnham habe zusätzliche Hilfen für dürregeschädigte Landwirte angekündigt, ohne eine Summe zu nennen.
Giftige Algen an der Ostsee
Satellitenbilder des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigen Teppiche aus Cyanobakterien von Rostock bis Hiddensee. Schleswig-Holstein hat an mehreren Seen bis Mittwoch Badeverbote verhängt; Mecklenburg-Vorpommern rät Badenden lediglich, die Teppiche zu meiden.
Andere Meinungen
TASS rückt bei der Dürre die wirtschaftlichen Kosten in den Vordergrund und ergänzt Serbiens Probleme bei der Brandbekämpfung, worüber deutsche Medien nicht berichten.