SymbolbildPeking weist US-Bericht über umgeleitete chinesische Exporte zurück
Chinesische Experten haben einen Bericht des Weißen Hauses zurückgewiesen, wonach Exporteure US-Zölle über Drittstaaten umgehen. Washington errichte damit Handelsbarrieren, die die globalen Lieferketten stören würden.
Der am Donnerstag, 13. August, veröffentlichte Bericht des Weißen Hauses besagt, chinesische Exporteure leiteten Waren über mehr als 40 Drittstaaten und verschleierten deren Ursprung, um zu niedrigeren Zollsätzen in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Das Wall Street Journal berichtete am Freitag, Washington beziffere die auf diesem Weg vermiedenen Abgaben auf Milliarden Dollar. Von Global Times am selben Tag zitierte Fachleute nannten die Transshipment-Vorwürfe einen Versuch, einen 'höheren Zaun' um den US-Markt zu ziehen, und warnten vor Störungen der globalen Lieferketten. Das staatsnahe Blatt ordnet den Bericht in die Reihe der Zollmaßnahmen ein, die Washington unter der Agenda 'America First' gegen Dutzende Länder verhängt hat.
Indien auf der Liste
The Hindu berichtet, die Vereinigten Staaten hätten Indien unter den mehr als 40 Ländern genannt, die China dem Bericht zufolge über ein 'Schattennetzwerk' bei der Zollumgehung helfen.
Andere Meinungen
Das Wall Street Journal stellt die Summen in den Vordergrund, die China auf diesem Weg gespart haben soll, während Global Times allein die Zurückweisung der Vorwürfe wiedergibt; The Hindu rückt nicht China, sondern Indiens Nennung auf der Liste in den Mittelpunkt.