SymbolbildIndonesien schließt mehr als 750 Staatsunternehmen
Präsident Prabowo Subianto erklärte am Freitag, Indonesien werde bis Ende 2026 mehr als 750 seiner 1.074 Staatsunternehmen schließen, die vielleicht größte Unternehmensumstrukturierung der Welt.
In seiner Rede zur Lage der Nation am Freitag, 14. August, sagte Prabowo, die vollständige Zahl sei erst nach der Gründung des Staatsfonds Danantara im vergangenen Jahr bekannt geworden: Er habe mit 300 oder 400 Staatsbetrieben gerechnet. Viele seien „unproduktiv“, meldeten Verluste und wiesen zugleich Gewinne aus, die „schlicht erfunden“ seien. Le Monde berichtet, 290 seien bereits geschlossen, zum 31. Dezember sollten noch rund 300 übrig bleiben; rund 50 Billionen Rupiah an Betriebskosten seien eingespart worden, angestrebt waren in diesem Jahr über 70 Billionen.
Sondergericht für 30 Jahre Staatswirtschaft
Prabowo sagte, ein Ad-hoc-Tribunal könne prüfen, wie Staatsunternehmen und ihre Aufsichtsgremien in den vergangenen drei Jahrzehnten geführt wurden, und bat die Abgeordneten, eine Amnestie für Reuige zu erwägen. Le Monde verweist darauf, dass Korruption zum Schlachtruf der Proteste gegen die Lebenshaltungskosten geworden ist.
Haushaltsziele und eine Rohstoffbörse
Nikkei Asia berichtet, Prabowo wolle die Staatseinnahmen im kommenden Jahr um fast 7 Prozent auf 3.426 Billionen Rupiah (192 Milliarden Dollar) steigern, bei 6 Prozent Wachstum und einem geringeren Defizit; im zweiten Quartal lag das Wachstum bei 5,3 Prozent. Bloomberg berichtet, er plane zudem eine nationale Rohstoffbörse zur Preissteuerung.
Andere Meinungen
Bloomberg rahmt den Tag in kurzen Meldungen über die Märkte und nennt Bergbaukonzerne und E-Auto-Hersteller die Gewinner des Haushalts 2027; Le Monde stellt die Korruption in den Mittelpunkt.