SymbolbildVenezuela lässt nach erster Verhandlungsrunde 131 politische Gefangene frei
Venezuelas Übergangsregierung gewährte 131 politischen Häftlingen am Freitag „alternative Maßnahmen“ zur Haft. Washington nannte dies einen entscheidenden Schritt zur nationalen Versöhnung.
Die Freilassungen begannen im Gefängnis El Rodeo I nahe Caracas, wo unabhängige Zählungen unter der offiziellen Zahl blieben: Foro Penal bestätigte 40 bis 64 Fälle, die Oppositionsgruppe Vente Venezuela 43. Zu den ersten Freigelassenen zählte Emirlendris Benitez, der ein Drohnenanschlag auf den früheren Präsidenten Nicolás Maduro vorgeworfen wird und die laut Menschenrechtsorganisationen in Haft gefoltert wurde. Foro Penal zählte am 10. August noch 391 politische Gefangene; US-Außenminister Marco Rubio erklärte, seit der Festnahme Maduros durch das US-Militär am 3. Januar seien 1.046 Venezolaner freigekommen.
Verhandlungen ließen die Häftlinge aus
Die erste, von Washington vermittelte Gesprächsrunde unter Leitung von Dinorah Figuera für die Opposition und Parlamentspräsident Jorge Rodríguez endete am Mittwoch, dem 12. August, mit Vereinbarungen zur Justizreform und zu eingefrorenen Geldern im Ausland, nicht aber zu Gefangenen.
Castro-Würdigung bringt Rubio-Rüge
Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez würdigte in dieser Woche den 100. Geburtstag Fidel Castros und nannte ihn eine Gestalt, die „die Zeit überdauert“. Rubio nannte ihn „einen völligen Versager in allem außer darin, Kuba zu zerstören“.
Gasfelder öffnen sich für ausländische Konzerne
BP und XRG aus Abu Dhabi haben Lizenzen für venezolanisches Offshore-Gas erhalten.
Andere Meinungen
Die South China Morning Post deutet den Streit um Castro als Test für Caracas' Balance zwischen Washington und Peking, dessen kommerzielle Interessen Le Monde und Al Jazeera nicht erwähnen.