SymbolbildTaiwan simuliert einen Internet-Blackout, während die USA seine Küstenwache ausbilden
Taiwan hat diese Woche in Städten im Norden und in der Mitte die Internetgeschwindigkeit gedrosselt, die erste Übung, die einen Angriff auf die Seekabel simuliert. Parallel bilden US-Ausbilder taiwanische Küstenwachleute aus.
Luftschutzsirenen leerten am Donnerstag, dem 13. August, die Straßen von Taipeh, während Videoanrufe, Streaming und mobiles Bezahlen kaum oder gar nicht mehr funktionierten. Die Übung lief an zwei Tagen dieser Woche in 14 Städten und Landkreisen, in denen rund 70 % der 23 Millionen Einwohner der Insel leben; die Behörden erklärten, sie solle die Bevölkerung dazu bringen, Ersatzwege der Kommunikation vorzubereiten. Taipeh nennt seine 16 internationalen und 10 inländischen Seekabel eine „unersetzliche digitale Lebensader“; mehrere wurden bei Vorfällen mit chinesischen oder mit China verbundenen Schiffen beschädigt, was Taiwans Küstenwache als Strategie der „Grauzone“ bezeichnet.
US-Ausbilder auf dem Wasser
Taiwans Küstenwachbehörde teilte am Freitag mit, ihre Beamten hätten am Montag, dem 10. August, einen zweiwöchigen Kurs unter US-Ausbildern begonnen, der Einsätze mit kleinen Booten und Teamkoordination umfasst. Die South China Morning Post bringt ihn mit einem starken Anstieg der Aktivität der chinesischen Küstenwache in Verbindung.
Tankerumbau für die Volksbefreiungsarmee
Peking bestätigte, dass sein schweres Transportflugzeug Y-20B zu einem Luftbetankungsflugzeug umgebaut werden kann, was der South China Morning Post zufolge die Reichweite der Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee tiefer in den Westpazifik ausdehnen könnte.
Andere Meinungen
Die staatliche Global Times berichtete nicht über die Übung, sondern veröffentlichte stattdessen einen Kommentar zu drei Artikeln der New York Times über Taiwan.