SymbolbildRekordregen östlich von Tokio: mindestens fünf Tote, Tausende in Narita gestrandet
Rekordregen in der Präfektur Chiba östlich von Tokio hat mindestens fünf Menschen getötet und Evakuierungsanordnungen für mehr als 400.000 Anwohner ausgelöst. Die New York Times berichtet von acht Toten.
Der Regen erreichte Chiba am Donnerstagabend, dem 13. August, mit 115 Millimetern pro Stunde, etwa so viel, wie in der Präfektur sonst im gesamten August fällt, berichtet der Guardian. In Ichikawa wurde ein Mann, vermutlich in den Sechzigern oder Siebzigern, tot auf einer überfluteten Straße gefunden, in Sakura starb eine 66-jährige Frau, als ihr Auto in den Wassermassen eingeschlossen wurde; zwei weitere Menschen konnten ihre Fahrzeuge Berichten zufolge nicht verlassen. Rund 45.000 Haushalte verloren den Strom, Soldaten wurden für die Hilfsarbeiten entsandt. Chibas Gouverneur Toshihito Kumagai sagte am Freitag, er habe viele Katastrophen erlebt, einen solchen Fall aber noch nie.
7.000 Gestrandete in Narita
Rund 7.000 Passagiere verbrachten die Nacht am Tokioter Flughafen Narita, 1.700 Menschen suchten Schutz im Verwaltungsgebäude der Präfektur Chiba.
Erstmals Warnstufe 5 für die Präfektur
Die japanische Wetterbehörde gab für Chiba erstmals ihre höchste Warnstufe 5 für Starkregen und Erdrutsche aus. Am Freitag ließ der Regen nach, doch das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus forderte Anwohner an besonders hochwassergefährdeten Flüssen auf, sich früh in Sicherheit zu bringen.