SymbolbildUS-Einzelhandelsumsätze brechen ein, 30-jährige Renditen auf 25-Jahres-Hoch
Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Juli so stark gefallen wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr, die Verbraucherstimmung trübte sich im August ein. Die langfristigen Finanzierungskosten der USA erreichten den höchsten Stand seit 25 Jahren.
Beide Zahlen erreichten die Märkte am Freitag, dem 14. August. Bloomberg berichtet, dass die Stimmung erstmals seit drei Monaten nachgab. Die US-Aktien drehten nach den Einzelhandelsdaten ins Minus, der S&P 500 fiel von seinen Rekordständen zurück, während Staatsanleihen zulegten, weil die schwachen Konsumzahlen laut Bloomberg die Wetten auf eine weitere Zinserhöhung der Fed schmälerten. Das Wall Street Journal berichtet, die Inflation habe sich im Juli abgeschwächt, liege aber weiter über dem Ziel der Fed.
Washington zahlt wieder Sätze wie 2001
Bei der Auktion über 25 Milliarden Dollar 30-jähriger Papiere am Donnerstag lag die Durchschnittsrendite bei knapp 5,22 Prozent, ein Niveau, das Washington zuletzt 2001 zahlte, wie Handelsblatt berichtet; im Handel stieg sie auf 5,24 Prozent. Einen Tag zuvor nahm die Regierung 42 Milliarden Dollar über zehn Jahre zu gut 4,68 Prozent auf, dem höchsten Auktionswert seit 2007.
Dritter Wochengewinn, steilere Kurve
Trotz des Rückgangs am Freitag schloss der S&P 500 die Woche mit dem dritten Wochengewinn in Folge ab, wie das Wall Street Journal berichtet. Am Samstag meldete die Zeitung, die Zinskurve der US-Staatsanleihen sei vor der Veröffentlichung des Fed-Protokolls steiler geworden.
Andere Meinungen
Handelsblatt liest dieselben Auktionen als Kostenproblem für die Schuldenaufnahme Washingtons, während das Wall Street Journal und Bloomberg die Renditen vor allem als Signal für den nächsten Schritt der Fed behandeln.