SymbolbildDeepSeek erhöht Preise mit V4 Pro, Alibaba schränkt Qwen ein
DeepSeek hat am Donnerstag V4 Pro veröffentlicht und die Preise für seine KI-Dienste um ein Mehrfaches erhöht. Alibaba versah sein herunterladbares Spitzenmodell Qwen3.8-Max mit kommerziellen Auflagen.
Die chinesische Staatszeitung Global Times meldete am Donnerstag, 13. August, in einer kurzen Notiz, DeepSeek habe V4 Pro vorgestellt und sehe das Modell auf Augenhöhe mit Anthropics Claude Fable 5. Bloomberg berichtete am selben Tag, DeepSeek habe die Preise für seine KI-Dienste um ein Mehrfaches angehoben. Niedrige Preise bei fast westlicher Qualität waren bislang das Hauptargument chinesischer Labore im Ausland.
Qwen frei herunterladbar, kostenpflichtig im Verkauf
Alibaba stellt die Kerndateien seines Modells Qwen3.8-Max mit 2,4 Billionen Parametern weiter frei zum Download bereit, verlangt aber laut South China Morning Post eine kostenpflichtige Lizenz von Firmen, deren Geschäft als 'Model as a Service' oder 'KI-Arbeitsassistent' in zwölf Monaten mehr als 50 Millionen US-Dollar Umsatz erreicht. Interne Nutzung bleibt ausgenommen, solange Ausgaben nicht an Dritte gelangen.
Russlands Clouds wechseln zu chinesischen Modellen
Chinesische Modelle haben einen großen Teil der russischen Unternehmens-Clouds übernommen, berichtete Kommersant laut Meduza: Bei Yandex AI Studio verarbeitete Qwen im ersten Halbjahr 21,2 Prozent der Tokens und DeepSeek 13,5 Prozent, gegenüber 54 Prozent für Yandex' eigene Modelle. Nutzer verweisen auf niedrigere Preise bei vergleichbarer Qualität und auf Sanktionen, die Zahlungen an die meisten westlichen Anbieter blockieren.
Andere Meinungen
Die Global Times stellt den Start als Gleichstand mit einem US-Spitzenmodell dar; Bloomberg rückt die Woche unter das Stichwort steigender KI-Kosten bei Alibaba, Baidu und Kuaishou.