SymbolbildUSA erheben 100 Prozent Zoll auf größere Drohnen und Bauteile
Trump unterzeichnete am Donnerstag eine Proklamation mit Zöllen von bis zu 100 Prozent auf importierte Drohnen und Teile. Das Weiße Haus verweist auf die nationale Sicherheit und die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern.
Der Satz von 100 Prozent gilt für unbemannte Fluggeräte mit einem maximalen Startgewicht über 25 Kilogramm, für Systeme mit integrierten Wärmebildkameras, für Docking-Stationen und für bestimmte Komponenten; kleinere Drohnen und andere Teile werden mit 25 Prozent belegt. Die meisten Zölle treten am 3. September in Kraft. Trump erklärte, sie sollten die Drohnenproduktion in den Vereinigten Staaten fördern. Clayton Swope vom Center for Strategic and International Studies sagte der AFP, betroffen seien vor allem industrielle und kommerzielle Modelle, weniger jene für Endverbraucher, weil US-Hersteller bei den Kosten oft nicht mit im Ausland gebauten Drohnen mithalten konnten.
Gedeckelte Sätze für Verbündete
TASS berichtet, die Proklamation deckele den Satz für Japan, Südkorea, Taiwan, die Schweiz, Liechtenstein und die EU-Mitgliedstaaten bei 15 Prozent und für Großbritannien bei 10 Prozent.
Washingtons Druck auf DJI
DJI hat in den vergangenen Jahren mehr als zwei Drittel des Weltmarkts für Drohnen erobert, mehreren Studien zufolge, und steht seit 2022 auf einer US-Liste chinesischer Firmen mit Verbindungen zur Armee; das Unternehmen erklärte 2024, es sei weder im Besitz noch unter Kontrolle des Militärs. Eine US-Resolution vom Dezember 2025 bezeichnete Drohnen als von Natur aus doppelt verwendbar.
Andere Meinungen
Bloomberg und Le Monde stellen den Schritt als gegen China gerichtet dar, während die staatliche Global Times ihn nur als Zollankündigung des Weißen Hauses meldet.