SymbolbildPolen vereitelt nach eigenen Angaben Mordplan an Ukrainer mit US-Pass in Warschau
Polen hat einen von Moskaus Geheimdiensten angeworbenen Russen festgenommen, der einen Mann mit ukrainischem und amerikanischem Pass töten sollte, wie Ministerpräsident Donald Tusk am Donnerstag sagte. Es sei der erste von Russland angeordnete Angriff auf einen US-Bürger in einem NATO-Staat.
Die polnischen Behörden nahmen den Verdächtigen am 7. August fest; die Warschauer Polizei erklärte, er bleibe drei Monate in Haft, Namen wurden nicht genannt. Tomasz Siemoniak, der in Polen für die Geheimdienste zuständige Minister, sagte, die Operation sei gemeinsam mit US-Diensten geführt worden und das Ziel sei ein US-Bürger ukrainischer Herkunft gewesen. Tusk sagte, der Inlandsgeheimdienst und die Polizei hätten die Tötung „in letzter Minute“ verhindert. Das russische Außenministerium äußerte sich nicht; das US-Außenministerium erklärte, es habe von den Berichten Kenntnis.
Verbündete Jets schießen Drohne über Lettland ab
Lettlands Streitkräfte teilten am Freitag mit, verbündete Kampfflugzeuge hätten ein unbemanntes Fluggerät abgeschossen, das in den Luftraum des Landes eingedrungen war, wie TASS berichtete. Zuvor galt rund 30 Minuten lang in vier Gemeinden im Osten Luftalarm.
Wo die rote Linie der NATO verläuft
In einem Gastbeitrag für die FAZ argumentiert der Kriegsvölkerrechtler Klemens Fischer, jeder einzelne Drohnenvorfall bleibe unter der Schwelle, die das Völkerrecht für einen bewaffneten Angriff verlangt, auch wenn der Fall Leipzig die Frage in die öffentliche Debatte drückt.
Andere Meinungen
TASS gab die Darstellung der lettischen Armee wieder, ohne eine Herkunft der Drohne zu nennen, und berichtete nicht über den Warschauer Fall; das unabhängige russische Medium Meduza tat es.