SymbolbildChinesische Zensur in Antworten US-amerikanischer KI, DeepSeek zielt auf Claude Code
Das Wall Street Journal berichtete am Donnerstag, chinesische Zensur schlage sich in Antworten US-amerikanischer KI-Modelle nieder. Einen Tag zuvor machte DeepSeek seinen Vorstoß gegen Anthropics Claude Code öffentlich.
Das Blatt veröffentlichte den Befund unter der Überschrift 'Chinese Censorship Is Leaking Into Answers From American AI'; öffentlich ist nur diese Zeile, sodass sich weder die untersuchten Modelle noch die Belege oder das Ausmaß überprüfen lassen. In dem verfügbaren Teil wird kein Unternehmen genannt. Für westliche Entwickler wirft die Darstellung eine Frage der Lieferkette auf, da Material chinesischen Ursprungs in Trainingsdaten weit verbreitet ist.
DeepSeek zielt auf Anthropics Programmierwerkzeug
Bloomberg berichtete am Mittwoch, 12. August, DeepSeek mache seine Bemühungen öffentlich, Claude Code herauszufordern, Anthropics Assistenten für das Programmieren. Global Times schrieb in einer Notiz neben der eigenen Berichterstattung, das Unternehmen habe ein Modell der nächsten Generation vorgelegt, die DeepSeek-V4 Preview.
Supernode für Modelle mit zwei Billionen Parametern
Global Times meldete am selben Tag, Chinas erster Supernode für Modelle mit zwei Billionen Parametern sei in Ulanqab in Betrieb gegangen. Das Staatsmedium bebilderte den Beitrag mit einem Foto einer 'Lingjun Zhenwu M890'-Supernode-Instanz, das Alibaba Cloud zugeschrieben wird.
Tencent finanziert ein neues Labor
Bloomberg berichtete am Mittwoch zudem, ein früherer KI-Architekt von Alibaba habe sich die Unterstützung von Tencent und HSG für ein neues KI-Labor gesichert.
Andere Meinungen
Die beiden US-Medien rahmen chinesische KI als Risiko und Konkurrenz, während Global Times nur Kapazitäten und Produktstarts meldet und den Zensurbefund nicht erwähnt.