SymbolbildPolen meldet Diebstahl von Gesundheitsdaten von 19 Millionen Menschen nach Cyberangriff
Ein Cyberangriff auf einen polnischen Anbieter von Medizinsoftware hat persönliche und Gesundheitsdaten von fast 19 Millionen Menschen offengelegt. Die polnischen Behörden machten den Vorfall am Mittwoch öffentlich.
Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski gab den Angriff am Mittwoch, 12. August, bekannt und nannte ihn einen der größten je erfassten Cybersicherheitsvorfälle in dem Land mit 37 Millionen Einwohnern. Die Angreifer erbeuteten bei dem Anbieter von Medizinsoftware rund zwei Terabyte an Material, darunter Angaben zu Arztbesuchen, Rezepten und weitere Dokumente aus der Patientenbetreuung. Nach Gawkowskis Worten deutet bislang nichts auf einen Angriff aus Russland oder einem anderen Staat hin, erste Erkenntnisse sprächen für Cyberkriminelle mit finanziellen Motiven. Er schloss die Zahlung eines Lösegelds aus und kündigte an, die Täter „unerbittlich“ zu verfolgen.
Wer betroffen ist
Rund 12 000 medizinische Einrichtungen nutzten die Dienste des angegriffenen Unternehmens. Gawkowski erklärte, Art und Umfang der kompromittierten Daten unterschieden sich von Person zu Person, und kündigte einen Dienst an, mit dem Bürger prüfen können, ob ihre eigenen Daten gestohlen wurden.