SymbolbildPeking evakuiert Tausende, Ausläufer von Taifun Dolphin überziehen Nordchina mit Regen
Tausende Menschen wurden am Mittwoch aus überflutungs- und rutschgefährdeten Teilen Pekings gebracht, als die Ausläufer des Taifuns Dolphin sintflutartigen Regen brachten. Meteorologen warnten, in der Hauptstadt könne binnen 24 Stunden mehr als ein Drittel der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge fallen.
Peking stand am Mittwoch, 12. August, weiter unter einer orangefarbenen Unwetterwarnung, der zweithöchsten Stufe. Die Behörden schlossen Hunderte Touristenattraktionen und Campingplätze, evakuierten oder wiesen mehr als 1.300 Touristen ab, brachten über 5.000 ältere Menschen aus Pflegeeinrichtungen und siedelten rund 1.800 Anwohner in der Nähe von Baustellen um. Örtliche Staatsmedien berichteten, 250 Buslinien seien eingestellt und zehn U-Bahn-Linien verlangsamt worden. Dolphin, der bislang stärkste Taifun des Jahres in China, war am Sonntag in Zhejiang auf Land getroffen und hat sich seither abgeschwächt, seine Ausläufer ziehen aber weiter tropische Feuchtigkeit ins Landesinnere.
Rote Warnstufe in Henan
Henan hob seine Unwetterwarnung am Mittwochmorgen auf die höchste Stufe Rot an und setzte Unterricht, Geschäftsbetrieb und nicht notwendige Aktivitäten im Freien aus; bis Donnerstagmorgen wurden binnen 24 Stunden bis zu 350 mm erwartet. In Wugang fielen laut Staatsmedien 209,5 mm an einem Tag, ein Augustrekord.
Hebei in Alarmbereitschaft
Hebei war wegen Sturzfluten und Erdrutschen in Bergregionen in Alarmbereitschaft; laut Staatsmedien wurden 623 Teams in Berggebiete entsandt und mehr als 2.100 gefährdete Dörfer mit Satellitentelefonen oder Satelliten-Messengern ausgestattet.