SymbolbildFragen zu Kredit und Strom nach Nvidias KI-Pakt
Nvidia und sechs Wall-Street-Häuser wollen mindestens 500 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren aufbringen. Versicherer und Strommarktprognostiker prüfen nun, was der Ausbau tragen kann.
Nach dem am Montag, dem 10. August, angekündigten Plan sollen Goldman Sachs, Blackrock, Apollo, Blackstone, Brookfield und KKR Kapitalpools für Nvidia-Kunden schaffen, wobei Nvidia für einzelne Projekte Garantien von bis zu 25 Prozent übernimmt, wie die FAZ berichtet. Bislang haben die Partner nur Absichtserklärungen unterzeichnet. Von der FAZ zitierte Kritiker sehen in solchen Geschäften eine Aufblähung der Chipnachfrage; Bloomberg berichtete am Dienstag, das Kreditrisiko rund um Nvidia habe sich verringert, nachdem Jensen Huang den Plan erläutert hatte.
Versicherungsschutz als Finanzierungsbedingung
Versicherungsschutz sei inzwischen eine Voraussetzung für die Finanzierung großer KI-Projekte, teilte Allianz Commercial am Mittwoch mit; den Markt für Rechenzentrumsversicherungen sieht das Unternehmen von 11 Milliarden auf über 24 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen.
Zulieferer mit stark steigenden Umsätzen
Das WSJ berichtete am Mittwoch, der Umsatz von CoreWeave habe sich binnen eines Jahres verdoppelt und der Quartalsgewinn von Super Micro sei dank besserer Margen gestiegen; Bloomberg meldete tags zuvor, der Ausblick des Serverherstellers übertreffe die optimistischsten Prognosen.
US-Stromverbrauch steuert auf Rekorde zu
Die US-Energiebehörde EIA prognostizierte am Dienstag einen Anstieg der Stromnachfrage vom Rekordwert von 4195 Terawattstunden im Jahr 2025 auf 4391 im Jahr 2027, vor allem wegen Rechenzentren für KI und Kryptowährungen. Für Texas senkte sie die Prognose für 2027 von 14 auf 6 Prozent, nachdem der Gouverneur Anfang August den Neubau von Rechenzentren gestoppt hatte.