SymbolbildRussischer Angriff tötet mindestens zehn Menschen, Kiew warnt vor neuer Mobilmachung
Russische Raketen, Drohnen und Gleitbomben haben in der Nacht zu Dienstag in der Ukraine mindestens zehn Menschen getötet. Kiew erklärt, dabei seien nordkoreanische Raketen eingesetzt worden.
Am schwersten traf es in der Nacht zum Dienstag, 11. August, Saporischschja: Der Leiter der Regionalverwaltung, Iwan Fedorow, meldete sechs Tote und 19 Verletzte, Selenskyj sprach von sieben Toten. In der Region Dnipropetrowsk töteten russische Drohnen und Artillerie drei weitere Menschen, darunter einen 15-jährigen Jungen. In Kiew schlug eine Rakete nahe einem Kinderkrankenhaus ein, ohne Opfer zu fordern. Selenskyj erklärte ohne Belege, Moskau bereite zudem die Entsendung weiterer nordkoreanischer Soldaten vor.
Warnung vor einer Mobilmachung im Herbst
Selenskyj sagte am Dienstagabend, interne russische Dokumente belegten Vorbereitungen für die Mobilisierung mehrerer Hunderttausend Männer im Herbst, unmittelbar nach einer aus seiner Sicht simulierten Parlamentswahl. Kiew werde die Umsetzung so schwer wie möglich machen.
Drohnen treffen russische Regionen
Der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, erklärte, ukrainische Drohnen hätten einen 49-jährigen Mann getötet, zwei Menschen verletzt und zwei Lagerhallen in Brand gesetzt; RWB (Wildberries Russ) teilte mit, seine Logistikstandorte seien evakuiert worden. Monitoring-Kanäle behaupten unbestätigt, auch eine Raffinerie in Orsk sei getroffen worden.
Vorschläge für Washington
Selenskyj sagte, die Ukraine habe der amerikanischen Seite ihre Vorschläge zur Beendigung des Krieges übermittelt.
Andere Meinungen
Das russische Verteidigungsministerium erklärt laut Meduza, die Angriffe hätten militärischen und logistischen Einrichtungen gegolten; die New York Times hebt die steigende Zahl ziviler Todesopfer in Russland hervor, während die Ukraine ihren Luftkrieg ausweitet.